Verlässlicher Partner & gut gerüstet für zukünftige Herausforderungen
Klaus Bieler, Vorstandsvorsitzender der Bank, gibt zunächst einen Überblick auf die gesamtwirtschaftliche Situation im Jahr 2025: „Wirtschaftliche Entwicklungen verlaufen heute schneller und unvorhersehbarer als noch vor wenigen Jahren. Umso erfreulicher ist es, dass wir als verlässlicher Partner Stabilität ausstrahlen.“, so Klaus Bieler und blickt mit Zufriedenheit und Zuversicht auf das ereignisreiche Jahr in der Volksbank Kraichgau zurück. Sein Fazit: „Die Volksbank Kraichgau ist bestens für die Zukunft aufgestellt. Dank unserer klaren strategischen Ausrichtung und dem engagierten Einsatz jedes Einzelnen, sind wir gut gerüstet, um auch zukünftige Herausforderungen zu meistern.“, betont der Vorstandsvorsitzende.
Die Menschen hinter der „Bank“
Über 1.100 Menschen zähle die Volksbank Kraichgau zu ihren Mitarbeitenden. „Besonders freut uns unsere Auszubildendenquote, die im Vergleich zum Vorjahr mit noch einmal gestiegen ist. In Zahlen sind das aktuell 73 Auszubildende und Dual Studierende.“, betont der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dimitrios Meletoudis in seinem Redepart. Außerdem berichtet er von der geringen Fluktuationsquote von gerade einmal 4 Prozent. „Zwei Drittel unserer Mitarbeitenden sind mehr als 10 Jahre Teil unserer Volksbank Kraichgau. Das zeigt eine starke Verbundenheit und Loyalität.“, so Meletoudis.
119 Menschen haben darüber hinaus in 2025 als Mitarbeitende den Weg zur Genossenschaftsbank gefunden. Außerdem durfte diese über 3.470 neue Mitglieder begrüßen und zählt nun über 141.800 Mitglieder zu ihrer Mitgliedergemeinschaft.
Nähe neu denken – Banking im Wandel
Ein Thema beschäftige die Volksbank Kraichgau gerade zunehmend: Das sich mit der Welt verändernde Kundenverhalten. „Wir spüren derzeit sehr stark, dass sich die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Banking stark gewandelt haben. Äußere Einflüsse, wie KI, GPT-Modelle und Neobanken sind hier sicherlich treibende Kräfte.“, berichtet Dimitrios Meletoudis. „Wir müssen Nähe neu denken und unser Banking an veränderte Anforderungen anpassen.“, betont der stv. Vorstandsvorsitzende. 56 Filialen und 8 VR-SISy-Filialen zähle die Bank. In manchen Orten bündle sie ihre Kräfte in Kooperationen mit verschiedenen Sparkassen, um die örtliche Bargeldversorgung sicherzustellen. Auch mit ihren VR-SISy-Filialen begegne die Bank der veränderten Kundennachfrage. Für all diejenigen, die den Kontakt zur Bank lieber telefonisch oder rein digital suchen, biete die Volksbank Kraichgau mit ihrer Telefonfiliale VolksbankDirekt oder über ihre digitalen Zugangswege, wie ihrer Website, ihrem Online oder Mobile Banking, vielfältige innovative Möglichkeiten.
Über 1,23 Mio. Euro für die Region
Über die Spenden- und Crowdfundingplattform „Heimatverbunden“ können Vereine und gemeinnützige Einrichtungen Projekte zur Förderung einreichen. In 2025 wurden so über 500 Projekte unterstützt. Auch die Volksbank Kraichgau Stiftung fördert Vereine und gemeinnützige Einrichtungen bei ihren Projekten und Vorhaben und initiiert eigene Projekte, wie beispielsweise das aktuelle Stiftungsprojekt „Pausenhof-Poeten“. Kern des Projektes sei es, Kinder und Jugendliche an die Kunst des Poetry-Slams heranzuführen, wodurch die Entwicklung der Sprache und Persönlichkeit junger Menschen gefördert werde. „Dieses Projekt ist einmalig und wurde vor kurzem sogar für den Deutschen Kulturförderpreis 2026 nominiert.“, erklärt Meletoudis.
Gute Entwicklungen im Geschäftsjahr 2025 – trotz herausforderndem Marktumfeld
Der Vorstandsvorsitzende Klaus Bieler blickt mit den anwesenden Vertretern und Gästen der Versammlung in die Zahlenwelt der Bank im Jahr 2025: „Das zurückliegende Jahr war für unsere Volksbank Kraichgau erneut ereignisreich. Wir haben unter Beweis gestellt, unser Haus trotz vielfältiger, insbesondere externer Herausforderungen, erfolgreich zu steuern. Ihre Volksbank hat sich in diesem anspruchsvollen Umfeld souverän behauptet, was sich auch deutlich in den Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres widerspiegelt.“, betont Bieler.
Die Bilanzsumme der Volksbank Kraichgau stieg per 31.12.2025 auf 10,5 Mrd. Euro. Das mache einen nominalen Anstieg von 250 Mio. Euro. Die Volksbank Kraichgau ist damit weiter unter den größten Genossenschaftsbanken bundesweit.
Die Entwicklung der Bilanzsumme zeige das Wachstum im Kundengeschäft der Bank, was laut Bieler vor allem auf die Zunahme der Kundenkredite zurückzuführen sei. Der Vorstandsvorsitzende berichtet von einem Neukreditvolumen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Davon entfallen 842 Millionen Euro auf das Geschäft mit gewerblichen Kunden und 614 in den Privatkundenbereich. Das betreute Kundenkreditvolumen habe sich insgesamt auf rund 8,3 Mrd. Euro erhöht. Auch bei den Kundeneinlagen, insbesondere bei den höher verzinslichen Fest- und Termingeldern, verzeichnet die Genossenschaftsbank einen Zuwachs und erreicht einen Wert von 8,6 Mrd. Euro im Berichtsjahr. Das gesamte betreute Kundenanlagevolumen erhöhte sich auf 14,02 Mrd. Euro.
„Besonders stolz macht es uns, dass wir in 2025 die Marke von einer Milliarde Euro verwaltetem Vermögen in eigenen Mandaten übertroffen haben.“, betont Klaus Bieler und spielt damit auf die positiven Entwicklungen im Wertpapiergeschäft und der eigenen Vermögensverwaltung in ihrem Family Office an.
Der Zinsüberschuss wird maßgeblich von Zinsniveau und Zinsstruktur beeinflusst. Konkret stieg daher das Zinsergebnis in 2025 um 10,9 Prozent auf 179,5 Mio. Euro. Ebenso ist das Provisionsergebnis um 5,9 Prozent auf 66,7 Mio. Euro angestiegen. Die Verwaltungsaufwendungen, die sich insbesondere aus Personal- und Sachaufwendungen errechnen, sind auf 133,2 Mio. Euro ebenso leicht gestiegen. Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt bei guten 97,8 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss konnte auf erfreuliche 19,2 Mio. Euro gesteigert werden, der Bilanzgewinn liegt bei 12,4 Mio. Euro.
Die Volksbank Kraichgau liege damit deutlich über dem Durchschnitt der Banken des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, betont Klaus Bieler vor den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern.
Ganz besonders bedankt sich der Vorstandsvorsitzende zum Abschluss seiner Rede im Namen des gesamten Vorstandes der Volksbank Kraichgau bei den Mitarbeitenden der Bank. „Ihr tägliches Engagement, ihr Ideenreichtum und ihr täglicher Einsatz sind das Herzstück unserer Bank und der Motor unseres Erfolgs. Auch in diesem Jahr wurden durch sie viele neue Herausforderungen gemeistert und die Bank weiter vorangebracht.“, ist sich Bieler sicher. Der Vorstandsvorsitzende bedankt sich auch beim Aufsichtsrat sowie den Mitgliedern und Kunden für den vertrauensvollen und partnerschaftlichen Austausch und Kontakt und schließt mit den Worten Henry Fords: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.“.
Abstimmungen der Vertreterversammlung: Dividende von 4 Prozent zuzüglich 1 Prozent Bonuszahlung
Danach übernimmt Aufsichtsratsvorsitzender Otto Steinmann mit dem Bericht des Aufsichtsrates sowie den pflichtgemäßen Abstimmungen der Versammlung das Wort. Die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und der Mitglieder des Aufsichtsrates erfolgt einstimmig.
Die Vertreterinnen und Vertreter sind dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2024 von 4,0% zuzüglich einer Bonuszahlung hinsichtlich der positiven Entwicklung der Volksbank Kraichgau in 2025 in Höhe von 1,0 % an die Mitglieder auszuschütten.
Neuwahlen im Aufsichtsrat: Abschied von Otto Steinmann
Für dieses Jahr standen Aufsichtsratswahlen an. Das Gremium bestehe nach den aktuellen Satzungsregelungen aus 30 Mitgliedern, wovon 20 Mitglieder von der Vertreterversammlung und 10 Mitglieder von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Volksbank Kraichgau nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetztes zu wählen seien.
Die Wahl der 10 Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat erfolgte bereits am 7. Mai 2026 durch die Mitarbeitenden der Genossenschaftsbank. Die weiteren 20 Mitglieder des Aufsichtsrates wurden am Abend des 18. Juni einstimmig gewählt.
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Otto Steinmann, scheidet nach 28 Jahren Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat altersbedingt aus dem Gremium aus und dankt im Rahmen seines Abschieds besonders den Vertreterinnen und Vertretern für das jahrelange Vertrauen. Für sein Engagement wird er durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (bwgy) geehrt. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Essenpreis sowie Vorstandsvorsitzender Klaus Bieler würdigen in ihrer Laudatio an den ausscheidenden Aufsichtsratsvorsitzendend seine Leistung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.